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Automatisierung

Automatisierbare Prozesse erkennen: So finden Sie Potenziale in Ihrem Unternehmen

Erfahren Sie, wie Sie automatisierbare Prozesse erkennen und gezielt vereinfachen. Praxisnaher Ratgeber – jetzt Potenzialgespräch buchen.

Autor:in

Redaktion JUT JEMACHT

Veröffentlicht

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4 Min. Lesezeit

Warum lohnt sich die Suche nach automatisierbaren Prozessen?

Viele mittelständische Unternehmen kämpfen mit Zeitdruck, Fachkräftemangel und steigenden Kosten. Automatisierung kann hier gezielt entlasten – wenn Sie wissen, wo Sie ansetzen können. Doch welche Prozesse lassen sich tatsächlich automatisieren? Und wie gehen Sie dabei vor, ohne den Überblick zu verlieren oder das Team zu überfordern?

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie automatisierbare Prozesse erkennen, welche Werkzeuge sich für die Prozessanalyse eignen und wie Sie typische Automatisierungskandidaten identifizieren. Die Hinweise sind bewusst praxisnah gehalten – keine Theorie, sondern konkrete Schritte für Ihren Alltag.

Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Pillar-Seite zur Automatisierung. Begriffserklärungen wie Workflow-Automatisierung finden Sie in unserem Glossar.

Schritt 1: Prozesse sichtbar machen – der erste Blick auf den Alltag

Oft sind es die alltäglichen Abläufe, die viel Zeit kosten und Raum für Automatisierung bieten. Der erste Schritt ist daher, Transparenz zu schaffen:

  • Schreiben Sie auf, was täglich, wöchentlich oder monatlich erledigt wird.
  • Fragen Sie gezielt im Team nach wiederkehrenden Aufgaben.
  • Führen Sie eine Liste oder nutzen Sie einfache Tools wie Whiteboards oder Tabellen.

Tipp: Achten Sie besonders auf Tätigkeiten, die immer gleich ablaufen und viele manuelle Zwischenschritte haben. Beispiele sind die Bearbeitung von E-Mails, das Erstellen von Angeboten oder das Erfassen von Rechnungen.

Schritt 2: Prozessanalyse – wie Sie Engpässe und Wiederholungen erkennen

Mit Ihrer Übersicht im Gepäck geht es an die Prozessanalyse. Ziel ist es, Abläufe zu verstehen und die Schwachstellen zu erkennen:

  • Wo entstehen häufig Wartezeiten oder Rückfragen?
  • Welche Aufgaben sind rein administrativ und folgen festen Regeln?
  • Wo werden Daten von einem System ins andere übertragen?

Fragen Sie sich dabei auch: Welche Arbeitsschritte sind für das Geschäft entscheidend, und welche könnten auch automatisiert laufen, ohne dass Qualität oder Kundennähe leiden?

Eine einfache Methode für den Einstieg ist das sogenannte “Swimlane-Diagramm”. Hier visualisieren Sie, wer was wann macht – und sehen schnell, wo sich Aufgaben wiederholen oder unnötig aufhalten.

Schritt 3: Wiederkehrende Aufgaben identifizieren – typische Automatisierungskandidaten

Nicht jeder Prozess eignet sich für die Automatisierung. Besonders lohnend sind Abläufe, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Hohe Wiederholungsrate: Aufgaben, die täglich oder mehrfach pro Woche anfallen.
  • Klare Regeln: Prozesse, die nach festen Vorgaben ablaufen, z. B. Freigaben, Rechnungsprüfung, E-Mail-Benachrichtigungen.
  • Viele manuelle Zwischenschritte: Je mehr kopiert, übertragen oder nachgefragt werden muss, desto größer ist das Potenzial.
  • Fehleranfälligkeit: Wo Menschen häufig versehentlich Daten falsch eingeben oder vergessen, lohnt sich Automatisierung besonders.

Typische Beispiele aus dem Mittelstand:

  • Angebots- und Rechnungserstellung
  • Terminvereinbarungen und Kalendereinträge
  • Erfassung von Arbeitszeiten
  • Reporting und Auswertung von Kennzahlen
  • Onboarding neuer Mitarbeitender
  • Pflege von Kundendaten

Schritt 4: Potenziale bewerten – was bringt Automatisierung wirklich?

Nicht jeder automatisierbare Prozess ist automatisch ein Gewinn. Prüfen Sie vorab:

  • Wie viel Zeit spart die Automatisierung tatsächlich?
  • Wie hoch ist der Aufwand für die Einführung (z. B. Schnittstellen, Mitarbeiterschulung)?
  • Gibt es rechtliche oder datenschutzrechtliche Hürden?
  • Wie wird das Team die Veränderung annehmen?

Hier lohnt ein Austausch mit erfahrenen Partnern, die nicht nur Technik verstehen, sondern auch die Besonderheiten des Mittelstands kennen.

Wichtig: Automatisierung ist kein Selbstzweck. Sie sollte immer dort ansetzen, wo sie spürbar entlastet und Qualität sichert – nicht, weil es technisch möglich ist.

Schritt 5: Nächste Schritte – wie Sie loslegen und Akzeptanz schaffen

Haben Sie erste Prozesse identifiziert, empfiehlt sich ein Pilotprojekt. Starten Sie mit einem überschaubaren, aber spürbaren Prozess. So gewinnen Sie Erfahrung, zeigen dem Team den Nutzen und halten das Risiko gering.

Wichtig für die Akzeptanz:

  • Binden Sie die Mitarbeitenden früh ein und holen Sie deren Feedback ein.
  • Kommunizieren Sie offen, welche Ziele Sie verfolgen und was sich (nicht) ändert.
  • Stellen Sie sicher, dass Datenschutz und IT-Sicherheit von Anfang an mitgedacht werden.

Fazit: Automatisierbare Prozesse erkennen ist der Schlüssel zur Effizienz

Wer automatisierbare Prozesse erkennt und gezielt angeht, schafft Freiraum – für das, was wirklich zählt. Der Weg beginnt mit Offenheit, einer klaren Analyse und dem Mut, erste Schritte zu gehen. Automatisierung ist kein Allheilmittel, aber ein wirksames Werkzeug, um den Mittelstand zukunftssicher aufzustellen.

Wenn Sie wissen möchten, welche Prozesse in Ihrem Unternehmen am meisten Potenzial bieten, sprechen Sie mit uns. Gemeinsam finden wir die passenden Ansätze – verständlich, pragmatisch und praxiserprobt.

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